EDDA ROTBERG - PRAXIS für NATURHEILKUNDE

HYPNOSE

Kurzinformation zur Hypnosetherapie

Da mit dem Begriff Hypnosetherapie sehr unterschiedliche Verfahren bezeichnet werden, möchte ich Ihnen einen Überblick anbieten.

Die psychotherapeutischen Verfahren in Hypnose können (stark vereinfacht) in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden:
 

1. Tiefenpsychologisch orientierte analytische Verfahren
Mit diesen Verfahren, in denen die GTH schwerpunktmäßig ausbildet, wird angestrebt, Fehlentwicklungen und belastende Erlebnisse, die meist bis in die früheste Kindheit zurückreichen, aufzudecken und zu verarbeiten, so dass das gegenwärtige Leben von Fehlprägungen und hinderlichen Einflüssen aus der Vergangenheit befreit wird.
Wenn dieses Ziel erreicht ist, sind die Ursachen entsprechender seelischer und körperlicher Störungen beseitigt.

a) Lebensgeschichtliche Analyse (LAH)
Unter Berücksichtigung aller wesentlichen Ereignisse wird die Lebensgeschichte in Hypnose analytisch-therapeutisch durchlaufen. Unbewusste Ursachen von Erkrankungen werden verdeutlicht und aufgearbeitet.
Die Zielsetzung liegt dabei vor allem auf der Selbsterkenntnis und der gesunden, kreativen Selbstentwicklung, die an die Stelle schädigender seelischer und körperlicher Störungen treten soll.
Der Einsatzbereich umfasst alle psychischen und psychosomatischen Krankheitsbilder.
Obwohl es das aufwendigste Therapieverfahren in Hypnose ist liegt die durchschnittliche erforderliche Sitzungszahl noch im Bereich der Kurztherapieverfahren.
Aufgrund des ursächlichen Vorgehens besteht gute Aussicht auf dauerhafte Gesundung.

b) Fokalanalyse (FAH)
Ein „Fokus“. d.h. ein Brennpunkt, wie z. B. eine bestimmte Angst, steht im Mittelpunkt der Therapie.
Der Einsatzbereich erstreckt sich u.a. auf isolierte, seelische oder psychosomatische Störungen bei ansonsten guter Lebensbewältigung.
Kurze Behandlungsdauer mit großer Aussicht auf endgültige Problemlösung.

 2. Suggestion, Verhaltenstherapie und Situationsanalyse
Diese Therapieformen sind vor allem darauf ausgerichtet, Krankheitserscheinungen (Symptome) zu beseitigen bzw. erwünschte Verhaltensweisen zu unterstützen.
Die ursächlichen Faktoren bleiben allerdings oft unberührt und können im Unbewussten weiterwirken, so dass es zu Rückfällen oder zur „Symptomverschiebung“, d.h. zur Ausbildung anderer, neuer Krankheitsbilder kommen kann.
Außer im Notfall sollen sie daher nur eingesetzt werden, wenn zuvor eine analytische Klärung erfolgt ist.

a) Suggestive Verfahren
Die einfachste Form, bei der in Hypnose Suggestionen direkt gegen ein Symptom oder Beschwerdebild oder zur Unterstützung eines angestrebten Zieles gegeben werden.
Der Anwendungsbereich ist begrenzt, da die Gefahr der Rückfälle oder Symptom Verschiebungen relativ hoch ist.
 

b) Verhaltenstherapeutische Verfahren
Erwünschte Verhaltensmuster werden mit Hilfe der Hypnose eingeübt, um sie an Stelle von unerwünschten zu ersetzen.
Der Einsatzbereich ist groß, es sollte jedoch gegebenenfalls auch eine ursächliche Behandlung angestrebt werden.

c) Situationsanalytische Verfahren
Auf der Basis der gegenwärtigen Lebenssituation werden einzelne Haltungen oder Verhaltensmuster gezielt als Krankheitsbezogen verdeutlicht und mit Hilfe der Hypnose verändert sowie brachliegende Potenziale erschlossen.
Der Einsatzbereich ist groß.
Bei ungenügender Verarbeitung ursächlicher Faktoren können diese jedoch weiterwirken und zur Symptomverschiebung führen.

Das Autogene Training (AT)

Die Unterstufe des AT
ist ein Selbsthypnoseverfahren, das nach dem Erlernen selbständig weitergeführt wird. Vertiefte seelisch - körperliche Erholung und Leistungssteigerung bis hin zur Besserung gesundheitlicher Störungen können damit erreicht werden.

Die Oberstufe des ATist ein Meditationsverfahren (ohne weltanschauliche Ausrichtung), das nach dem Erlernen ebenfalls selbständig weitergeführt wird. Es ermöglicht den Zugang zu Inhalten des eigenen Unbewussten, und ist damit eine Hilfe zur gesunden Selbstentwicklung.

Damit Sie einen für Sie passenden Therapeuten in Ihrer Umgebung auswählen können, steht Ihnen die Therapeutenliste der Deutschen Gesellschaft für therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung zur Verfügung. Die aufgeführten Mitglieder, über deren Aufnahme in die GTH in jedem einzelnen Fall der Vorstand entschied, haben eine entsprechende Ausbildung bei der GTH absolviert oder sind erfahrene Hypnosetherapeuten mit anderer qualifizierter Ausbildung.

Informationen finden Sie unter: www.i-gth.de

 

Wissenswertes über Hypnose

 

Hypnose wird zu Recht als die Urmutter der heutigen Psychotherapien bezeichnet. Ihre Tradition reicht bis in das zweite vorchristliche Jahrtausend zurück.

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Zahlreiche uns bekannte psychotherapeutische Verfahren wie z.B. die Psychoanalyse, das Autogene Training oder die Verhaltenstherapie sind unmittelbar aus ihr hervorgegangen bzw. wurden wesentlich von ihr beeinflusst.

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Durch zahlreiche Forschungen vor allem im anglo-amerikanischen Raum und in der letzten Zeit auch zunehmend in deutschsprachigen Raum lässt sich inzwischen mit Gewissheit sagen, dass Hypnose eine der besten wissenschaftlich erforschten Heilmethoden darstellt, sowohl was ihr klinische Effektivität anbelangt als auch die Wirksamkeit hypnotischer Techniken.

 

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Hypnose:  “Ein revolutionäres Phänomen in dem Sinne, dass sie jedem theoretischen Wissen widerspricht.”                            

   O.Mannoni

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Ihre Stellung zwischen Soma (Körper) und Psyche verleiht ihr auf psychotherapeutischem Gebiet eine besondere Anziehungskraft und kann vielleicht die leidenschaftlichen Reaktionen von Ablehnung oder Zustimmung erklären, die sie seit 200 Jahren kontinuierlich hervorruft. Sie bildet einen gordischen Knoten zwischen Körper und Wort und lässt sich zwischen Magie einerseits und Medizin und den verschiedenen Richtungen anderseits einordnen.            

                                                                                                  Jeannot Hoareau

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Hypnose hat es schon immer gegeben,

auch wenn sich die Bezeichnungen im Laufe der Welt änderten.

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Wenn die Lebensessenz zu bewusster Wirklichkeit wird, entwickelt sich Fruchtbarkeit. Diese ruft Wachstum hervor, welches wiederum Veränderung bewirkt. Wenn sich ausgewogene Autorität durchsetzt, wird das fruchtbare Leben in vollkommene Reife umgewandelt und Bewusste, verwirklichte Identität entsteht.